Ein Stall von 1832, seit 2011 eine Zimmerei.
Das Fachwerk über den Hobelbänken ist das Original. Wir haben Dach und Fenster gemacht, den Boden gelassen und einen Ofen eingebaut — der heizt mit dem, was beim Zuschnitt anfällt.
Drei Personen und ein Hund.
Matthias Ruhland
Zimmerermeister, hat die Werkstatt aufgebaut. Sucht die Bäume selbst aus und verhandelt mit Förstern und Höfen.
Ellen Bühler
Tischlerin, seit 2015 dabei. Möbelbau und Oberflächen. Setzt das Leinöl-Wachs an, das wir verwenden.
Ferdinand Kling
Zimmerer, dritte Saison. Dachstühle und Handabbund. Führt seit einem Jahr den Baumpass, der jedem Stück beiliegt.
Warum es zwei Jahre dauert.
Die lange Wartezeit ist kein schlechter Ablauf, sondern die Bauweise. Wer schneller liefert, trocknet in der Kammer — und das Holz verliert dabei einen Teil seiner Zähigkeit.
Was mit dem Rest geschieht.
Aus einem Stamm werden selten mehr als zwei Drittel Möbel. Der Rest ist kein Abfall, sondern hat drei feste Wege — und die stehen in jedem Baumpass.
Ofen
Schwarten, Kappstücke und Späne heizen die Werkstatt. Von Oktober bis April brauchen wir nichts zuzukaufen.
Häcksel
Rinde und Astwerk gehen zurück an den Waldbesitzer oder auf die Streuobstwiese, von der der Baum kam.
Drechselholz
Kurze, gesunde Stücke werden Schalen. Das ist der Teil, der sonst am ehesten im Ofen landen würde.